Sonstiges

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten des Thüringer Landtags hat beschlossen, zu dem Beratungsgegenstand

Schüler- und Auszubildendenticket zügig einführen - Jugendliche und Eltern entlasten
Antrag der Fraktion der CDU
- Drucksache 6/88 -

ein schriftliches Anhörungsverfahren durchzuführen.

Hintergrund der schriftlichen Anhörung ist die geplante Entwicklung eines Konzepts zur Einführung eines thüringenweit einheitlichen Schüler- und Auszubildendentickets. Die Einführung eines solchen Tickets soll zu einer guten Ausbildung in Thüringen beitragen und es den Jugendlichen ermöglichen kostengünstig, flexibel und mobil u. a. ihre Ausbildungstätte zu erreichen. Der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten hält eine schriftliche Anhörung zu diesem Thema für angezeigt, um zu erörtern, welche Weichenstellungen und rechtlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Entwicklung eines Konzepts zur Einführung eines thüringenweit einheitlichen Schüler- und Auszubildendentickets zu unterstützen.

Der BLV Thüringen hat in in dieser Angelegenheit die Möglichkeit zur Stellungnahme. Hinweise dazu senden Sie bitte bis 18. Juni 2015 an die Geschäftsstelle.

Anschreiben und Erläuterungen zum Anhörungsverfahren "Azubi-Ticket" gemäß § 79 der Geschäftsordnung des Thüringer Landtags

Mit freundlichen Grüßen

T. Helms


 

 

Sehr geehrter Herr Minister,

mit Inkrafttreten der Thüringer Verordnung über die Arbeitszeit der beamteten Lehrer wurden die bisher in einer Verwaltungsvorschrift des TMBWK getroffenen Regelungen im Wesentlichen übernommen. Wir begrüßen, dass es damit über den Zeitraum von einen Schuljahr hinaus, verbindliche Regelungen zur Arbeitszeit der Lehrer gibt. Leider wurde mit dieser Neuregelung versäumt, die völlig unterschiedliche Behandlung der Lehrer an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aufzuheben.

Mit Schreiben vom 15. Dezember 1999 wurden durch das TKM Hinweise zu Abrechnung der Arbeitszeit an berufsbildenden Schulen erlassen, deren Grundsätze bis heute im Punkt 2.2.2.2. der Verwaltungsvorschrift zur Organisation des Schuljahres festgeschrieben sind. Die Absicht, damit an den berufsbildenden Schulen zu einer einheitlichen und gerechteren Abrechnungspraxis der geleisteten Unterrichtsstunden zu kommen, hat sich nicht erfüllt. Der Aufwand der derzeit betrieben wird um bis ins Detail die zu leistenden Unterrichtsstunden zu planen und später die geleisteten Unterrichtsstunden abzurechnen steht in keinen Verhältnis zu der notwendigen Kontrolle des Einsatzes der Lehrkräfte. Falsche Auslegungen und Unkenntnis dienstrechtlicher Grundsätze führen auch 15 Jahre nach der Einführung immer noch zu einer gleichbleibend hohen Zahl von Nachfragen zur Abrechnungspraxis und zu einer großen Unzufriedenheit bei den Lehrkräften an den berufsbildenden Schulen.

Dass die Regelung nicht notwendig ist, zeigen die allgemeinbildenden Schulen, an denen es keine Festlegungen für z. B. durch den vorzeitigen Abgang von Klassen wegfallende Unterrichtsstunden gibt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die sich aus § 5 (4) der ThürLehrAzVO ergebende Möglichkeit, Grundsätze der Einsatzplanung separat zu regeln, genutzt werden sollte um die detaillierten Festlegungen zur Abrechnung für die berufsbildenden Schulen aufzuheben. Nur so ließe sich die Gleichbehandlung der Lehrkräfte an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen wiederherstellen.

Mit freundlichem Gruß

Thilo Helms
Vorsitzender


 

 

Das nachfolgende Schreiben ist die Antwort auf "Schreiben an ARGE Halle" weiter unten in dieser Kategorie.


 

 

Das nachfolgende Schreiben hat der BLV-Vorsitzende, Herr Thilo Helms, als Antwort auf die Positionen des Herrn Mania in der Thüringer Presse formuliert.

 

BLV • Linderbacher Weg 30 • 99099 Erfurt

Herrn Lutz Mania
Agentur für Arbeit
Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen
Frau-von-Selmnitz-Straße 6
06018 Halle

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Erfurt, 29. Aug. 2014

Sehr geehrter Herr Mania,

mit völligem Unverständnis haben die Lehrerinnen und Lehrer an den berufsbildenden Schulen in Thüringen Ihre Positionen zum Verzicht auf schulische Ausbildungsformen in den letzten Tagen der Presse entnommen. Es ist für uns als Berufsschullehrerverband ein bisher einmaliger Vorgang, dass ein leitender Vertreter einer staatlichen Organisation sich derart unsachlich in der Öffentlichkeit äußert.

Ihre in der Presse wiedergegebenen Äußerungen zeugen aus unserer Sicht von wenig Kenntnis der tatsächlich an den staatlichen berufsbildenden Schulen in Thüringen angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten. Diese beschränken sich nicht nur auf die von Ihnen angegebenen Wirtschaftsassistenten, Haushaltshelfer oder Sozialassistenten, sondern sind in erster Linie Ausbildungsangebote, für die es im dualen System keine gleichwertigen Angebote gibt. Verwiesen sei dabei u. a. auf den gesamten Bereich Gesundheit und Soziales.

In den Jahren fehlender Ausbildungsplätze war Ihre Einrichtung besonders daran interessiert, Bewerber in schulische Vollzeitausbildung zu vermitteln. Wir Berufsschullehrer haben die Auswirkungen durch viele unmotivierte Schüler im Unterricht zu spüren bekommen. Jetzt, nach einer grundlegenden Veränderung der Situation, wird pauschal die Abschaffung aller Schulformen neben der Berufsschule gefordert. Dies muss vielen Berufsschullehrern wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen.

Die Aussage, „dass Absolventen schulischer Ausbildungsgänge oft erst noch durch die Arbeitsagenturen mit teuren Maßnahmen qualifiziert werden müssten“, widerspricht der Realität.

Welcher Chemisch-technische Assistent, Altenpfleger oder Technische Assistent für Informatik musste nach seiner Ausbildung an einer staatlichen berufsbildenden Schule von Ihrer Agentur „nachqualifiziert“ werden? Die Absolventen der Fachoberschulen, beruflichen Gymnasien und Fachschulen, die Sie in Ihrer Kritik ja nicht ausschließen, dürften mit den an unseren Schulen erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ebenfalls ohne zusätzliche Hilfe der Agentur für Arbeit ausgekommen sein.

Wir erwarten von der Regionaldirektion eine Richtigstellung der in der Presse dargestellten Positionen.

Mit freundlichem Gruß

gez. Thilo Helms
Vorsitzender

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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

ich suche dringend (und möglichst bald) als Argumentationshilfe gegenüber dem dbb

  • eine Gehaltstabelle der DDR für Lehrer/innen mit HS-Abschluss oder wenigstens
  • das Endgehalt dieser Gruppe um 1984 herum.

Meines Wissens nach haben Berufsschullehrer gegenüber den anderen 50 Mark Zulage erhalten? Wir brauchen diese Angaben, um nachzuweisen, dass Lehrer in der DDR unter dem Gesamteinkommensdurchschnitt lagen.

Bitte helfen Sie durch Informationen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ihre Angaben werden selbstverständlich vertraulich und anonym behandelt.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Lederer
(Ehrenvorsitzender)

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Günter Lederer
Dipl.-Gwl., Dipl.-ing. (FH)
Im Holze 2
21369 Nahrendorf
Tel.: 05855-979041
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!