TVB und VLW fusionieren - Berufsschullehrerverband gegründet

Seit Jahren arbeiten TVB und VLW im Rahmen der AG Berufsschullehrerverbände in vielen Fragen eng zusammen und stimmen ihre Forderungen gegenüber den politisch Handelnden miteinander ab. Unsere Mitglieder, die bei den Bezirks- und der Hauptpersonalratswahl auf gemeinsamen Listen antreten, sind für viele Lehrerinnen und Lehrer Vertreter und wichtige Ansprechpartner. Von Mitgliedern beider Verbände wurde deshalb schon länger die Frage nach einer Fusion gestellt.

Am 12. Juni 2010 fanden in Erfurt die VIII. Vertreterversammlung des TVB und die 11. Dele­gier­tenversammlung des VLW statt. Auf Vorschlag beider Vorstände wurde die Fusion von TVB und VLW beantragt und eine neue Satzung vorgeschlagen. Die Vertreter beider Verbände stimmten dem einstimmig zu. Damit wurde der 

Verband der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen in Thüringen
- Berufsschullehrerverband -
BLV

gegründet. 

In den geschäftsführenden Vorstand wurden gewählt:

Thilo Helms

Vorsitzender

Roland Hiepe

stellvertretender Vorsitzender und Leiter Fachbereich 1

Heike Heinemann

stellvertretende Vorsitzende und Leiterin Fachbereich 2

Torsten Schülbe

Geschäftsführer

Manfred Penner

Vorstandsmitglied für die Arbeit der Ausschüsse

Birgit Sterzing

Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit

Mario Köhler

Vorstandsmitglied für Finanzen

 

Die Neuorganisation der Regionalverbände wird bis Ende August angestrebt.

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Unklare Auslegungen zur Mehrarbeit

Der im Juni 2015 durch Frau Ministerin Dr. Klaubert getroffene Ministerialerlass zur Mehrarbeit wird in den Schulamtsbereichen unterschiedlich umgesetzt. Für Lehrkräfte an den berufsbildenden Schulen, durch die Regelungen zur Jahresarbeitszeit schon deutlich schlechter gestellt als Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen, führt dies zu kuriosen Auslegungen.

Im Schulamtsbereich Ostthüringen wurde ein Schreiben des Schulamtsleiters, Berthold Rader, an alle ÖPR der berufsbildenden Schulen zur Kenntnis verschickt, in dem die Anwendung des Punktes 2.2. der Verwaltungsvorschrift zur Organisation des Schuljahres 2016/17 erläutert werden. Dabei wird die Feststellung getroffen:

„Etwaige Fehlstunden, die durch Berücksichtigung von Unterrichtsausfall schon zu Schuljahresbeginn feststehen, können im Schuljahresverlauf flexibel für Vertretungsstunden herangezogen werden.
Der Ausgleich von Fehlstunden durch Vertretungsstunden führt dazu, dass erst dann Mehrarbeit für das Halten von Unterrichtsstunden anzuordnen ist, wenn keine Fehlstunden mehr vorhanden sind."

Ein ausschließlich im berufstheoretischen Unterricht eingesetzter Berufsschullehrer „sammelt“ demzufolge seine in diesem Schuljahr zu leistenden ca. 920 Unterrichtsstunden. Wird diese Zahl erreicht, gilt jede noch zu erteilende Unterrichtsstunde als Mehrarbeitsstunde. Sind es bis zum Schuljahresende noch mehr als eine Schulwoche dürfte das schwierig werden, da die Zahl der Mehrarbeitsstunden auf maximal 25 im Monat beschränkt ist. Da eine 26. Stunde Mehrarbeit nicht angeordnet werden kann, ist der Rest des Monates für die Lehrkraft unterrichtsfrei. Interessanter Nebeneffekt dieser Regelung: Die oft angeführten drei Mehrarbeitsstunden im Monat, die nicht angerechnet werden, spielen bei dieser Auslegung keine Rolle mehr.

Ein Ministerialerlass der in den Schulamtsbereichen unterschiedlich ausgelegt wird, kann nicht im Sinne der einheitlichen beamtenrechtlichen Regelungen zur Mehrarbeit sein. Es wird höchste Zeit, den seit letztem Jahr bestehenden Ministerialerlass konsequent und einheitlich umzusetzen. Dazu gehört auch die schriftliche Anordnung jeder Stunde Mehrarbeit, eine Dokumentation mit den vorgegebenen Formularen und der Nachweis der Abgeltung.

Der sich für die Schulen daraus ergebende erhebliche Aufwand war vor der Verfügung des Ministerialerlasses im Jahr 2015 bekannt. Sollte es an den berufsbildenden Schulen durch die Festlegungen zur Jahresarbeitszeit nicht möglich sein den Ministerialerlass umzusetzen, sollte man Veränderungen bei der Jahresarbeitszeit vornehmen.

 

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Neuer Vorstand

Am Samstag, 17. September 2016, waren 45 Delegierte zur III. Vertreterversammlung des BLV nach Weimar - Holzdorf eingeladen. In angenehm ruhiger Atmosphäre im Gutspark Holzdorf wurden die Ergebnisse der Verbandsarbeit in den vergangenen drei Jahren diskutiert und Festlegungen für die weitere Verbandsarbeit getroffen.

Auf der Vertreterversammlung wurde Herr Thilo Helms als Vorsitzender des BLV verabschiedet. Er setzte in den vergangenen sechs Jahren im BLV und zuvor in 20 Jahren im ehemaligen TVB, entscheidende Akzente der Verbandsarbeit. In den Dachverbänden des BLV, dem TBB, den BLBS sowie dem VLW (Bund) war er unser kompetenter Vertreter und wurde er als die „Stimme der Berufsschullehrer Thüringens“ geachtet und geschätzt. Gegenüber unserem Dienstherrn vertrat er konsequent die Interessen der Mitglieder und setzte sich in vielen Gesprächen mit Landespolitikern für eine Verbesserung der Berufsschulpolitik ein.

Die Neuwahlen für den geschäftsführenden Vorstand ergaben folgende Besetzung:

 

Mario Köhler Vorsitzender
nicht besetz stellv. Vorsitzender und Leiter Fachbereich Gewerbe – Technik
nicht besetzt stellv. Vorsitzender und Leiter Fachbereich Wirtschaft/Verwaltung
Carmen Frey stellv. Vorsitzender und Leiter Fachbereich Gesundheit und Soziales
nicht besetzt Vorstandsmitglied für die Arbeit der Ausschüsse
Birgit Hain Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit
Constanze Schäfer Vorstandsmitglied für Finanzen

 

In seinem Schlusswort erklärte der neu gewählte Vorsitzende, konsequent die Arbeit des bisherigen Vorsitzenden fortzuführen. Schwerpunkte sind nach wie vor:

  • Weiterentwicklung des Netzes berufsbildender Schulen
  • Beendigung der Ungleichheit in der Abrechnung von Unterrichtsstunden zwischen Lehrern(innen) an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen
  • Verbeamtung

Weitere Informationen und Impressionen zur III. Vertreterversammlung unter www.blv-thueringen.de

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