Regionalverband Ostthüringen
Personalratswahlen = Mitbestimmen 2014

Nun haben wir sie wieder: die Qual der Wahl. Und das auch noch dreifach.

Jede bevorstehende Legislaturperiode hat natürlich ihre Besonderheiten. Doch diesmal scheint es so, als ob es beinahe historische Dimensionen annimmt. (Das klingt erst mal furchtbar dramatisch.) Die Herausforderungen vor denen die berufsbildenden Schulen in den nächsten Jahren stehen sind gewaltig und wir erwarten natürlich von den Verantwortlichen, dass man sich die Besonderheiten unserer Schulformen ständig bewusst macht.

  1. Die Schülerzahlen in unseren Schulformen werden immer schwerer prognostizierbar.

Die höhere Übertrittsquote zum Gymnasium hat nicht automatisch zur Folge, dass alle Gymnasiasten bis zum Abitur an ihrer Schule bleiben und direkt im Anschluss studieren. Azubis sind Mangelware. Die Wirtschaft braucht sie, Wirtschaftszweige verändern sich, doch wie reagieren die Schulabgänger?
Die Zahl der benachteiligten Schüler bleibt relativ konstant und somit stellt sich die Frage, wie die berufsbildenden Schulen sich entwickeln. Bleiben zum Beispiel die Werkerklassen zur besseren individuellen Förderung oder setzt sich die Inklusion auch hier durch. Erste Erfahrungen liegen vor – wie geht man damit um?

  1. Lehrerbedarf

Mit dem Rückgang der Schülerzahlen und vollzeitschulischen Bildungsgänge sinkt der Lehrerbedarf und zwar schon seit einigen Jahren. Mit Abordnungen wird sehr unterschiedlich umgegangen und jeder hat seine eigenen Erwartungen und Erfahrungen.
Hierzu kommt der bevorstehende Strukturwandel bezüglich der verschiedenen Altersgruppen in unseren Kollegien. In den nächsten Jahren werden viele KollegInnen in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Der bisherige Altersdurchschnitt der LehrerInnen an berufsbildenden Schulen zeigt es deutlich an.

Wie sind wir vorbereitet? Gibt es Angebote zur Qualifizierung für unsere Fächer und Berufsfelder? Werden rechtzeitig junge Lehrkräfte ausgebildet und eingestellt?

Fragen über Fragen! Wir brauchen eine langfristige Personalpolitik und eine starke Vertretung auf allen Personalratsebenen. Es bedarf der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gremien der Personalvertretung sowie entsprechender Kompetenz und Zuverlässigkeit.
Einzelkämpfer haben da kaum Chancen!

Als Berufsschullehrerverband bündeln wir die Interessen der LehrerInnen an berufsbildenden Schulen auf allen Ebenen und können eine kontinuierliche Arbeit garantieren. 

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